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Neujahrsempfang 2017
Foto oben:
Doppeltes Glück beim Bürger-Neujahrsempfang 2017: Nebst Glücksbringendem Kaminfeger gab es ein selbstgebasteltes Glücksschwein dazu! Und für den Bürgermeister speziell noch ein persönliches "Bau"-Präsent. Auf dem Bild, von links nach rechts, Robert Germann, stellvertretender Bürgermeister, Markus Sigg, Bezirksschornsteinfegermeister und Roland Haug, Bürgermeister.
Bürgerempfang zum neuen Jahr / 8. Januar 2017 im Dorfzentrum

Gemeinde Hoßkirch - Jahresrückblick 2016 mit Ausblick 2017
Ansprache von Bürgermeister Roland Haug - es gilt das versprochene Wort -

„Die Begegnung mit dem Anderen ist für mich das höchste Glück.“ Mit diesen Worten von Philippe Pozzo di Borgo möchte ich Sie, meine Damen, meine Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger sehr herzlich willkommen heißen und begrüßen.

Glück, das bedeutet auch Freude - und ich freue mich, mit Ihnen das Jahr zu beginnen und zu begehen und Ihnen immer wieder begegnen zu dürfen.

In unserer Gemeinde leben rund 750 Menschen, etwa ein Drittel ist heute zum Bürgerempfang ins Dorfzentrum gekommen; dazu reihen sich noch Ehrengäste von hier und außerhalb – DAS kann sich mehr als nur sehen lassen!!

Nicht nur sehen, sondern auch gut hören lassen, das können die Musikerinnen und Musiker des örtlichen Blasmusikorchesters. So frisch fröhlich ungezwungen spielen sie auf zum heutigen „Geburtstagsständchen“. Wir feiern ja auch Geburtstag heute. Ein neues Jahr ist geboren. Noch etwas schläfrig – nicht die Musik, sondern das neue Jahr – aber das geht uns nach den Silvesterfeiern durchaus ähnlich. Aber dennoch, das frischgeborene Jahr 2017 verdient es, dass wir uns ein paar Gedanken darüber machen, wie wir dazu beitragen können, dass es groß, stark und glücklich wird und sich prächtig entwickelt. Quasi Neujahrsvorsätze, nur ohne die üblichen Egoismen. Nicht auf uns bezogen, sondern auf das Jahr.

Es kommt auf einen guten Start an. Dann nimmt das Jahr fast ganz von alleine Fahrt auf. Und wir fragen uns manchmal jetzt schon bange: Wenn dieses Jahr in seinen Frühling kommt, was treibt es da für Auswüchse? Erleben wir die finale Krise der EU? Eine neue Konfrontation oder Liebesbeziehung zwischen USA und Russland, Trump und Putin? Noch mehr Terror? Die Götterdämmerung für unsere Kanzlerin? Das große Gigantensterben wie Anfang 2016 von Muhammed Ali und David Bowie bis Bud Spencer? Was es auch immer bringen mag, lasst uns besonnen und nachsichtig agieren.

In der Jahresmitte folgt die Blüte des Lebens, der Sommer. Wird er hart oder zart? Kapriolen wie Windhosen und Überschwemmungen? Oder erholsame Sommerfrische, Erdbeeren mit Sahne und Rhabarberkuchen? Im Sommer jedenfalls holen wir unsere Ernte ein und genießen die Früchte unserer Arbeit.

In seinem Herbst wird uns 2017 eine Prüfung sein. Die große Wahl steht an. Wohin geht es mit uns Deutschen? In diesem reifen Lebensalter steht oft nochmals alles auf der Kippe. Manche starten erneut durch zu großen Leistungen, andere aber resignieren und werden trotzig und kleinkariert. Ich verspreche, alles für das Jahr 2017 zu tun, gerade wenn es in seinem Herbst steht – und auch schon vorher – dass es ein großes, gutes und glückliches Jahr wird.

Und wie geht es weiter im Winter? Wenn die dunkle Zeit anbricht, haben wir meist bereits unsere Meinung über dieses Jahr gebildet. Wir ziehen uns zurück in unsere stillen Winkel und die Zeit scheint ein wenig zu ruhen.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,

bis dahin kommt und vergeht aber noch vieles. Und ich wiederhole deshalb meine eingangs erwähnten Worte: auf eine guten Start kommt es an! Begrüßen wir das Jahr 2017 also wie ein Frischgeborenes, zärtlich und mit Bewunderung. Führen wir es verantwortungsvoll durch sein Heranwachsen, geben wir ihm Luft und Raum, aber auch sichere Leitplanken auf seinem Weg. Freuen wir uns an ihm in seiner Blüte und halten wir zu ihm, wenn der Weg steinig wird. Und seien wir freundlich und gutherzig, wenn am Ende das Licht schwindet, die dunkle Zeit anbricht.

Alles Gute zum Geburtstag, 2017. Mögest du uns ein großes und glückliches Jahr werden.

Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

(Wilhelm Busch)

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Hoßkircher, Hüttenreuter, Sandhauser, Ratzenreuter, Milpishauser, Wolfertsreuter, Watt / Forsthäuser, Kleewiesener und Bahnhöfler! Und natürlich liebe Gäste, von denen ich im Laufe der Ansprache noch den einen und anderen persönlich begrüße,

mit unserem Neujahrs-Bürgerempfang pflegen wir hier in der Gemeinde eine schöne Tradition – deshalb freue ich mich sehr, dass Sie heute hier sind. Nochmals und ein genauso herzliches Januarfrisches und schneeweißes Willkommen Ihnen allen!

Die gute Nachricht vorweg: Wir haben ein bewegendes Jahr hinter uns. Und zwar in der Hinsicht, dass wir erneut viel bewegen konnten – und 2017 genauso viel bewegen werden; Sie werden es nachher hören, und später dann auch noch ‚Bauliches‘ betrachten.

Der frühere US-Präsident John F. Kennedy, der 2017 100 Jahre alt geworden wäre, hat einmal gesagt: „Wir müssen die Zeit als Werkzeug benutzen, nicht als Couch.“ Ein Werkzeug benutzen erfordert Kraft, Geschicklichkeit und Anstrengung. Das ist manchmal ermüdend und frustrierend, aber umso schöner ist es dann, das fertige Ergebnis anzuschauen und zu genießen. Ja, dieses Produkt, das zunächst nur in der Vorstellung des Handwerkers existiert, ist unser Antrieb.

Ebenso angetrieben, jedoch von den steigenden Kosten, hohen Reinigungsanforderungen und geänderten Gesetzesbestimmungen an die bestehenden Kläranlagen führte es zu der Idee, einen Zweckverband zu gründen und einen gemeinsamen Abwasserbetrieb zu schaffen. Nach langer Zeit der Vor-/Planung und genauso intensiver Ausführung ist die Verbandskläranlage Ostrachtal in die Tat umgesetzt und im Oktober mit einem Tag der offenen Tür gefeiert worden. Die neue Anlage des AZVO ist ein gelungenes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit. Das Klärwerk in Einhart sichert zukünftige strukturelle Entwicklungen für die Gemeinden Ostrach, Riedhausen, Königseggwald, Fleischwangen, Unterwaldhausen, Guggenhausen und Hoßkirch. Die unsere Kläranlage sowieso mittlerweile betriebsabgeschrieben und von daher kam der Anschluss doppelt passend. Kanalnetz und Pumpwerke bleiben in Zuständigkeit bei uns. Im Rahmen der verpflichtenden Eigenkontrollverordnung stehen absehbar nächste größere Schritte an.

Das vornehmste Element ist das Wasser“ wusste schon 442 vor Christus der altgriechische Lyriker Pindar. Wir Hoßkircher wissen das auch, und das 2017 nach Christus noch. Wir gehen die Modernisierung und Optimierung der hiesigen Wasserversorgung konsequent an. Wasserausläufe wurden deutlich eingedämmt, sprich Dauerleckagen behoben und zudem auch die jahrelangen Verlustlöcher zurückgefahren. Bis wir im Bereich der Wasserversorgung finanziell bei der schwarzen Null sind wird es dauern, es wird uns aber sicher gelingen. Und schon auch deswegen stellen wir uns optimistisch den Großaufgaben wie Erneuerung der Druckerhöhungsanlage, hydraulische Verbesserung des Ortsnetzes und Behebung der mangelhaften Löschwasserversorgung. Das alles wird kosten, doch bleibt uns nichts anderes übrig – um auch vorbeugend treu den Worten von Walter Ludin, einem Schweizer Journalisten zu sein, der sinnbildlich einmal gesagt hat: „Weil sie kein Wasser haben versuchen sie, mit Benzin zu löschen.


In all den Überlegungen und dargelegten Vorhaben ist unsere Feuerwehr mit einbezogen. Und es ist gut, wichtig und unverzichtbar, nicht nur engagierte und motivierte Wehrmänner zu haben, sondern sie auch entsprechend auszustatten. Was die Feuerwehr alles kann und vorzuweisen hat, wurde einmal mehr bei der Abnahme des Leistungsabzeichens im Frühsommer 2016 eindrucksvoll demonstriert; Hoßkirch war nicht nur Gastgeber, sondern sehr guter Gastgeber bei dieser Landkreisweiten Großveranstaltung, zu der hunderte Uniformierte gekommen waren. Den diesjährigen Bürger-Neujahrsempfang möchte ich wiederum nutzen, den Kameraden zunächst öffentlich ein Wort der Anerkennung auszusprechen für die vielen Stunden des unermüdlichen Einsatzes zum Besten des Gemeinwohls! Unsere Wehrmänner sind immer hilfsbereit zur Stelle und das in vielen Situationen, ob zur Tages- oder Nachtzeit. Sie rücken aus, wenn Not am Mann ist – nicht nur sprichwörtlich „so schnell wie die Feuerwehr“, sondern auch freiwillig und ehrenamtlich. Und dafür danke ich vielmals.

Wie überall liegt auch bei der Feuerwehr in der Jugend die Zukunft. Die Mädchen und Jungen, die heute zur Jugendfeuerwehr gehen, sind oft die Einsatzleiterinnen oder Brandmeister von morgen. Viele junge Menschen suchen nach Betätigungsfeldern, nach Aufgaben, mit denen sie etwas bewegen können, die ihnen aber auch gemäß sind. Und bei der Jungendfeuerwehr erleben sie nicht nur, dass ihr Tun etwas bewirkt, sondern gleichermaßen, dass Engagement Spaß macht. Bessere Voraussetzungen für künftige Volunteers, die dann auch als Berufstätige bereit sind, Zeit für andere oder in eine gute Sache zu investieren, kann es kaum geben. Mit der Gründung der Jugendfeuerwehr ist uns ein großer Schritt gelungen, und mit einer lebendigen Einheit aus mehreren jungen Menschen sind positive Ausrufezeichen schon gesetzt.

Meine Damen und Herren, begrüßen Sie mit mir den Kommandanten und den Stellvertreter, Herr Richard Wetzel und Herr Jürgen Kästle und ebenso den Jugendleiter Herr Michael Wetzel, stellvertretend für alle Alt- und Jungfeuerwehrkameraden.

Liebe Feuerwehrkameraden, ich wünsche Ihnen weiterhin erfolgreiche und für Sie gefahrlose Einsätze. Ich schließe dabei auch die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz und die HvO, die Helfer Gruppe vor Ort sowie die DLRG mit ein, denen ich herzlich danke! Namentlich, in jeweiliger Vertretung, begrüße ich Herrn Markus Dietrich für die HvO und Herrn Sebastian Müller stellvertretend für das DLRG. Uwe Stürmer, Polizeivizepräsident musste sich leider kurzfristig entschuldigen.

Nun zu einer weiteren Persönlichkeit, einer bedeutsamen unserer Gemeinde. Seinem Blick entgeht nichts – gestatten: Radar Walter! Er wacht über die Straßen Hoßkirchs und ist im ganzen Ländle mittlerweile bekannt. Und so hat es der nie amtsmüde werdende Papp-Polizist mit Lasergerät in der Hand gar bis ins SWR Fernsehen geschafft. Unsere Gemeinde stand damit im Fokus der Landesschaunachrichten und zeigt sich als innovativ und mit Pepp. Wer weiß, vielleicht küren wir ihn ja mal zum Ehrenbürger, aber dann winken wohl ARD und RTL … .

Einen Ehren-Besuch hatten wir im vergangen aus den Reihen der Abgeordneten: August Schuler, Mitglied des Landtags informierte sich im Rahmen seiner Sommertour über den Ort Hoßkirch und auch die Herren Waldemar Westermayer und Norbert Lins, Mitglied des Bundestags bzw. des Europäischen Parlaments machten Zwischenstopp in unserer Gemeinde. Wir haben sie reichlich beschenkt, mit einem frischen Willkommen und warmen Worten, aber auch mit einer ganzen Latte an Hausaufgaben. Jetzt bleibt die Hoffnung, dass wir Unterstützung u.a. beim Breitbandausbau, der Verkehrsanbindung – Stichwort Radwege - erfahren, um nur Beispiele zu nennen. Was die Mobilität betrifft, da steht der ländliche Raum, also auch unsere Region, vor noch größeren Herausforderungen als Städte. Als eine der REMO-Mitgliedsgemeinden (Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben e.V.) haben wir uns entschieden, das Thema (E-)Mobilität und ÖPNV eigenhändig mit anzupacken. Kommt Zeit, kommt Rat und auch Tat … .

Froh sind wir in der Tat auch darüber, weiterhin ein Lebensmittelgeschäft im Ort zu haben. Nach fast zehn Jahren Ottos Dorfladen steht nunmehr die Lettern Dorfladen Hoßkirch an der „Markthalle“ geschrieben. Dadurch bleibt nicht nur die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs bestehen, denn so ein schmuckes „Lädele“ bietet auch Gelegenheit zum Dorftreff und damit auch zum nicht zu vernachlässigenden Dorfklatsch im positiven Sinne. Schön dass Sie heute hier sind, und willkommen Ihnen Frau Geschäftsführerin Ingrid Bok mit Kolleginnen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

was für ein neues Jahr kommt auf uns zu? Fast möchte man meinen: ein Jahr der Wunder, denn am 11. Januar wird nun letztendlich doch noch die Elbphilharmonie in Hamburg eröffnet werden – mit sieben Jahren Verspätung! Nicht auszudenken, wenn auch der Berliner Flughafen auf ähnlich wunderbare Weise fertig werden sollte. Aber Spaß beiseite. Probleme mit Bauprojekten sind inzwischen leider überall an der Tagesordnung und können beinahe jeden einzelnen von uns treffen. Naja, uns hat es ja eigentlich schon getroffen – aufs Seebad komm‘ ich aber erst später drauf zu sprechen. Trotzdem stehen wir am Beginn eines bemerkenswerten Jahres. In der Politik denken wir natürlich zunächst an die anstehenden Wahlen: die Bundespräsidentenwahl im Februar, dann die drei Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und in NRW und schließlich im Herbst die Bundestagswahl. Wird Frau Merkel wie erwartet das Rennen wieder machen – oder wird sie etwa doch abgelöst? Sportlich wird 2017 weltweit ja nicht viel passieren, denn es findet weder eine Fußball-WM noch eine -EM statt. Auch die Olympischen Spiele pausieren noch für drei Jahre. Keine Pause wird die Weltwirtschaft machen, doch wohin entwickelt sie sich? Was ist mit den Turbulenzen in der Bankenwelt und wie sieht es mit Europa aus? Der bekannte Zukunftspapst Horst Opaschowski hat ja schon vor ein paar Jahren prognostiziert, dass 2017 die nächste große Krise kommt. Wollen wir mal hoffen, dass er in diesem Fall nicht Recht behält.

2017 ist aber auch das Jahr des Reformationsjubiläums. Vor 500 Jahren schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Ob das historisch verbürgt ist, weiß man zwar nicht so genau. Fest steht aber, dass die Reformationsbewegung etwas Großes in Gang gesetzt hat – mit Auswirkungen bis auf den heutigen Tag. All diese genannten Ereignisse und Jubiläen haben eines gemeinsam: Sie markieren ein Ende – und zugleich den Beginn von etwas Neuem. Was daraus wird, kann man oft nicht voraussagen. Aber wir müssen uns auf jeden Fall auf Neues einstellen und uns damit auseinandersetzen. Das gilt natürlich auch für das gesamte neue Jahr. Und wenn Sie mich fragen, wie wir es angehen sollen, dann empfehle ich besonders einen Satz aus Martin Luthers Tischreden, der da lautet: „Ein Herz voll Freude sieht alles fröhlich an, ein Herz voll Trübsal alles trübe.“

Gewiss, es gibt Dinge, da können wir leider nur tatenlos zuschauen. Diese Dinge bewegen sich fernab. Ganz anders hier bei uns vor Ort, in unserem Ort, in unserer Gemeinde. Wo gibt es denn mehr Chancen, etwas zu bewegen, als im eigenen Lebensumfeld? Hier kann jeder Einzelne sich engagieren und mit anpacken. Und es gibt noch eine (weitere) Menge zu tun. Mir selbst war und wird es nicht langweilig. Und gerne lass ich den Optimismus dem Pessimismus vorstehen und das trotz finanzieller Lage, die in unserer Kommune angespannt bleibt. Und dazu manch‘ unverhoffter Baustellen, zum Beispiel nachzurüstender (da fehlender) Blitzschutz sowie Klemmschutz im Kinderhaus, Schallakustik im Bürgersaal, Fensteraustausch am Alten Rathaus oder Dachsanierung der Aussegnungshalle, die teils bewältigt wurden oder noch zu bewältigen sind.

Meine Damen, meine Herren,

Ich will nicht behaupten, dass alles „easy going“ war und ist. Natürlich gab und gibt es „steinige Wegstrecken“. Aber irgendwo und immer wieder doch tut sich dann mal ein Lichtlein auf und das im derzeitigen Vergleich bald schon dann ganz hell: Gemeint die Straßenbeleuchtung, die in verschiedenen Straßenzügen aufgefrischt und dadurch auch aufgewertet wird. Montiert werden energiesparende LED Leuchten, in die wir tatkräftig, auch Dank lukrativer Fördermittel investieren.

Verweilen wir noch ein wenig auf unseren Gemeindestraßen: Mit der Sanierung der Königseggwalder Straße steht demnächst das größte Bauvorhaben in den vergangen und wohl auch künftigen Jahren an. Die Grundsatz- und Vergabebeschlüsse sind bereits gefasst. Rund 850 Tausend Euro wird die Maßnahme kosten. Und ehrlich gesagt ist das auch nur mit einem stattlichen und sicher nicht oft bewilligten Zuschuss von 80 Prozent machbar. Unser „Pokern“ und kämpfen hat sich in der Hinsicht mehr als nur gelohnt.

Jedoch kann Pokern, ehrlich gestanden, auch einmal anders ausgehen. Im Falle des „Bau“-Meisters ist mir‘ s zunächst schon mulmig geworden, als die Seitenwände unserer Halle, hier angeordnet, abgefallen waren … . Die Schwäbisch Comedy-Veranstaltung mit der SaubachKome.de im Dorfzentrum wäre schier gar zur „Hallen-Komede“ geworden. Aber es hat sich dann doch gezeigt, dass Optimismus und insbesondere auch Innovation die richtigen Wegbegleiter sind. Dazu der Blick hinter die Fassaden mit den sichtbaren Sandsteinen – Ansporn genug, was Gutes zu machen und dadurch neues Altschönes hervorzuheben. Und so bekommt unser Dorfzentrum einen wohlfühlenden und wohl füllenden Dorf-Stadel.

In dem Zusammenhang darf gerne auch die Frage nach der Erbauung dieser "Zehntscheuer" gestellt werden und ebenso nach dem Geschichtsträchtigen zu Hoßkirch. Wir möchten Ihnen im Laufe dieses Jahres eine Infotafel am Eingang draußen und im Innenraum präsentieren, welche die "Stadt“-Historie mit Wort und Bildern hinterlegen. Hoßkirch war bekanntermaßen schon vor Bad Saulgau und vor Bad Waldsee städtisch.

Für die Maßnahme Dorfzentrum möchte ich lobend an erster Stelle unseren gemeindlichen Bauhof erwähnen. Was der geleistet und gestemmt hat verdient Respekt und Anerkennung – das gilt genauso auch für die verlässlichen und guten Bauhofarbeiten das ganze Jahr hindurch, ein aktuelles Beispiel der Winterdienst, und dazu noch eine ganze Menge mehr.

Mitgeschafft haben hier teils auch die Vereine und damit haben sie den Stellenwert einer aktiven Dorfgemeinschaft unterstrichen. Vereine, meine Damen, meine Herren, sind das Verbindende einer gemeinsamen Zielsetzung. Das bedeutet Gemeinsinn, Kameradschaft und die Fähigkeit, das eigene „ich“ der Gruppe unterzuordnen. Vereine bringen auch das Sinnbild des öffentlichen Lebens in einer jeden Stadt oder jeden Gemeinde. Sie bieten kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Betätigung, die über den eigenen Gartenzaun hinausgeht. Das Leben in einer Stadt oder einer Gemeinde wäre doch ohne Vereine wie die berühmte „Suppe ohne Salz“. Der Sportverein ist im vergangenen Jahr 60 Jahre alt geworden, das als ein vorbildliches Bespiel gesunden Vereinslebens im ganzen Ort gesehen werden darf. Als ehemaliger Kicker, Trainer und Schiedsrichter werfe ich hin und wieder schon mal meine Fußballerblicke auf das hiesige Spielfeld. Und ganz symptomatisch im letzten Jahr: Hosskirch steigt ab, und der VfB dann mit. Doch im Gegensatz zu den Stuttgartern bleibt bei uns Trainer und Vorstand im Amt, auch das ein Beispiel für Kontinuität und Wertigkeit, insbesondere wenn es Ehrenamtliche sind.

So begrüße ich sehr herzlich und mit einem aufrichtigen Willkommen die Mitglieder unserer örtlichen Vereine und Gruppierungen, namentlich für alle die heute angemeldeten und anwesenden Funktionsträger, das sind Tobias Hipp vom Narrenverein, Inge und Rainer Anwander von der Kulturinitiative, Benjamin Benz und Peter Henze vom Musik- und Förderverein, Monika Ermler für die Landfrauen, Herbert Müller von der Blutreitergruppe, Marcel Stier und Matthias Lieret für den Sport- und Förderverein, Dominik Pohl seitens der Landjugend und Siegfried Eibler in Vertretung vom Ü50 Männertreff.

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen!“

Liebe Zuhörerinnen und liebe Zuhörer,

dieser Satz stammt von Joseph Anton Bruckner, österreichischer Komponist der Romantik im 19. Jahrhundert. Und er behält bis heute Recht. Ich möchte an dieser Stelle das Thema Bauen in all seinen Facetten aufgreifen. Nämlich erstens: der Wohnbau. In „Ob den Gärten V“ ist der Zuwachs fortgeschritten und es konnten sich junge Familien den Wunsch vom Eigenheim in schicklicher Lage erfüllen. Weitere Plätze sind bereits verkauft – es sind alle vergeben bis auf drei, und zu diesen gibt es wiederum schon konkrete Reservierungsanfragen. Gemeinderat und Verwaltung befassen sich insofern seit längerem mit der Wohngebietsweiterentwicklung. Möglichkeiten hierzu werden abgewogen und auf Machbarkeit untersucht. Wir gehen davon aus, in baldiger Zeit ein nächstes Baugebiet zumindest in planerischem Entwurf vorstellen zu können.

Die zweite Bau-Thematik ist der Gewerbebau: Die Grundsteinlegung für das Gewerbegebiet Hoßkirch Ost ist mit dem formalen Aufstellungsbeschluss nunmehr getätigt. Wir haben zwar schon gesunde Betriebe am Ort, aber meines Erachtens zu wenig, und darum müssen neue und gerne auch alte neue her. Die Zahlen sprechen dafür: Es gibt einer Studie der Bundesagentur für Arbeit nach 316 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Hoßkirch. Wohnort gleich Arbeitsort = 24, Einpendler 42 und Auspendler 292. Die Anzahl der Firmen liegt bei 17. Mitunter auch in Anbetracht des demografischen Wandels raten diese Zahlen zu einem Tätigwerden für die Zukunft des Ortes. Die Gemeinde Hoßkirch ist daher bestrebt, langfristig eine entsprechende Entwicklung des Ortes zu forcieren, um ein ausreichendes Angebot an lokalen Arbeitsplätzen sicher zu stellen. Ich danke an dieser Stelle den jetzigen Betrieben und gleich mal auch den Künftigen, wenn sie denn kommen – sie dürfen (sollen) jedenfalls kommen, auch wenn es bis zur Umsetzung noch ein längerer Weg sein wird. Vieles muss passen, viele müssen mitmachen, entscheidend dabei ist in erster Linie der Grunderwerb. Wir nehmen höflich-werbende Verhandlungen weiter auf und hoffen dass alles klappt.

Und jetzt, meine Damen, meine Herren, der mit Spannung erwartete dritte Bau: der Seebad-Wiederaufbau. Mit anderen Worten:

„Wa lauft au do oder au it am See – ohjee.“

„Doch Hoßkirch und See, des wird no schee!“

Aufgrund der problematischen Situation, dass es beim bestehenden Kellerfundament nicht unerhebliche Höhendifferenzen gibt und Setzungen von 28cm vorherrschen, sind statische Bedenken erhoben und ein Baustopp verordnet worden. Die Sichtweise der Gemeinde ist, die nicht aufwendigen Gründungsmaßnahmen (mit Pfahlgründungen) und weiteren Kosten mit 150 bis 200 Tausend Euro auszulösen und damit die Baukosten zu verdoppeln, sondern ein Senkrisiko hinzunehmen. Wir sind mit dem (Gegen) Argument herangetreten, dass der Kiosk „Am Königseggsee“ in der moordurchsetzten postglazialen Endmoränenlandschaft Oberschwabens seit Jahr und Tag steht, obwohl er auch einem schleichenden Senkungsprozess unterworfen ist - was im Übrigen auch für die Dogenstadt Venedig gilt (Anm.: beide sind bis heute nicht untergegangen). Es ging nun darum, den Sachverhalt juristisch aufzuarbeiten und das Absenkungsrisiko in Verantwortung zu klären. Ein langes hin, ein genauso langes her – und schlussendlich gesagt: eine Vereinbarung ist mittlerweile getroffen worden. Es kann und wird weitergehen und der Neubau wird auch wirklich einmal stehen.

Sie sehen mir es bitte nach, in der Sache kein genaues Datum zu nennen. Sie verstehen aber auch bitte unsere damalige Not, vor allem aber unser finanzielles Verantwortungsbewusstsein. Schon im Alten Testament steht geschrieben: „Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten.“ Und genauso weise wie geisteskräftig bedacht waren und sind unsere kommunalpolitischen Handlungen. Und nunmehr ist der Blick nach weiter vorn gerichtet; wir freuen uns schon jetzt auf eine gebührende Einweihung.

Ein kurzes Wort noch zur vergangenen Badebetriebssaison: der neue Wirt macht sich gut und es hoffentlich auch weiterhin. Wirt und Gemeinde waren allemal ein innovatives Gespann: das Provisorium, behaupten zumindest böse Zungen, war nicht schlechter als das davor - und wenn jemand denkt, es hat sogar besser funktioniert, dann darf er das auch gerne sagen.

Und nun ein kurzes Wort zum übernächsten: nach Bauabschnitt I soll BA II kommen. Hierfür haben wir einen zweiten Leader-Zuschussantrag für die Außenanlage Seebad und die Anbindung des Rathausplatzes gestellt und erhoffen uns dieses Mal eine Positivmeldung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

für all das Genannte und für die Vielzahl an Maßnahmen braucht man Geduld und Geld. Geduld fehlt mir manchmal, und Geld haben wir eigentlich auch keines. Doch mit den verbleibenden finanziellen Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, wollen wir unsere Gemeinde noch lebens- und liebenswerter machen. Das ist eine wichtige Herausforderung in Zeiten des demografischen Wandels. Eine funktionierende Infrastruktur, ein interessantes kulturelles Angebot – all das ist wichtig. Ich bin guter Dinge, dass wir die Fülle an baulichen Vorhaben auch finanziell meistern. Die vergangenen zwei Jahre geben Mut, denn trotz laufender und außerordentlicher Investitionen konnten wir den Haushalt konsolidieren, sprich Schulden abbauen. Die erzielten Positiv-Jahresergebnisse 2014 und 2015 bestätigen dies nachweislich; das Jahr vorher wurden rund 175 Euro der Allgemeinen Rücklage zugeführt. Und zu 2016 gesagt: Das Jahr wird nicht weniger erfreulich, anstelle Entnahme gibt es wiederum Positivzuführung, das ist jetzt schon bekannt.

Wir sind bilanztechnisch auf dem richtigen Weg. Geld anlegen ist zinsunerträglich, zu viel Geld ausgeben schädlich und auf die falsche Bank setzen sträflich. Nicht nur bei den Investitionen brauchen wir verlässliche Partner, schon gar keine Kriseninstitute. Wir ziehen von jeher die kurzen Wege vor und freuen uns mitunter über den Besuch von Herrn Filialdirektor Oliver Gleich und Herrn Bereichsleiter Edmund Arnold, beide heute hier als Vertreter der Kreissparkasse Ravensburg und der Volksbank Bad Saulgau herzlich willkommen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein nächstes, naja, weiteres Großprojekt ist die Weiterentwicklung unserer Bildungsstruktur. Wie geht es mit unserer Schullandschaft weiter? Es stehen wichtige Grundsatzentscheidungen an. Die pädagogischen Konzepte und der Raumbedarf müssen (werden) gerade auch in der Herzog-Phillip-Verbandsschule Altshausen unter einen Hut gebracht werden. Das ist eine riesen Herausforderung – nicht nur allein des Geldes wegen.

Ich freue mich, den Hausherrn der Verbandsschule und zugleich Vorsitzenden unseres Gemeindeverwaltungsverbands begrüßen zu dürfen. Ein herzliches Willkommen Herrn Bürgermeister Bauser; lieber Patrick, schön dass du heut bei uns in Hoßkirch bist. An dieser Stelle möchte ich einen weiteren Vertreter, aus dem Schulbunde, begrüßen. Ein Grüß Gott Ihnen, sehr geehrter lieber Fritz Müller, Leiter der GS Riedhausen.

Einen neuen Leiter, d.h. eine neue Leiterin haben wir zwischenzeitlich - seit Sommer - im Kinderhaus Hoßkirch. Ich darf offiziell in diesem Rahmen Frau Simone Hotz-Kindleb vorstellen und sie mit ihren Kolleginnen begrüßen und zum heutigen Empfang willkommen heißen – in geschlossener Anwesenheit die Damen, das nennt sich geballte Kraft. Die letzten Monate waren für das Erzieherinnen-Team nicht einfach, aber sie haben sich den vielen Aufgaben gestellt und sie auch sehr gut gemeistert. Langweilig wird es nicht werden, denn im Bereich Kinderbetreuung wachsen die Bedarfsanforderungen kontinuierlich. So ist es und sehen wir es auch als unsere Pflicht und Aufgabe, allen Kindern Ü 3 und U 3 in der Kita einen Platz zu geben, dazu ausgedehnte Angebote und qualifizierte Betreuung. Die lokalen Kapazitäten sind bereits schon ausgeschöpft, was heißen will, dass eine Änderung der Betriebserlaubnis erforderlich sein wird und unter Umständen zusätzlicher Raum. Ein Zurückfahren gibt es nicht, denn welcher Träger will und kann sich lange Aufnahmewartezeiten oder gar ein Abweisen erlauben? Hoßkirch muss Kinder- und Familienfreundliche Kommune bleiben um auch in Konkurrenz zu anderen bestehen. Rat und Verwaltung werden sich damit auseinandersetzen und, gewiss auch da, geeignete Wege finden.

Außer der Reihe ist in Gemeinsamkeit vieler Akteure ein erstmaliges und einmaliges Ferienprogramm entstanden, das im neuen und hoffentlich auch in den folgenden Jahren weiterhin festen Bestand haben soll. Ich möchte dazu ermuntern, und mich zugleich bei allen Mitwirkenden und Teilnehmenden sehr herzlich bedanken.

Mit in meinen Dank einbeziehen will ich jetzt die engagierten Mütter der MuKi, während des offiziellen Teils unserer heutigen Veranstaltung Aktionen für Kinder anbieten und so den Eltern ein unbekümmertes Dabeisein ermöglichen. Eigentlich sollten wir sie deswegen beschenken, aber die MuKi und Kiga Elternschaft haben es umgekehrt gemacht. Das zum heutigen Bürger-Neujahrsempfang überbrachte Glücksschwein ist Marke Eigenbau, federführend unter Frau Carolin Müller gebastelt, und hat symbolischen Charakter. Es soll uns nebst Kaminfeger neues Glück für alte und neue anstehende Aufgaben schenken.

Zu einer schwierigen Aufgabe zähle ich die Flüchtlingsthematik, die Bund, Land, Kreis und Kommunen vor unbekannte Herausforderungen gestellt hat. Inwiefern wird uns das Thema Flüchtlinge weiterhin beschäftigen? In erster Linie war es wichtig, sich nicht der Verantwortung zu entziehen, sondern sich den Aufgaben zu stellen. Zunächst geprägt von der Schaffung von Wohnraum. Hier ist es gelungen, in kurzer Zeit eine Unterkunft zu errichten; mit dem Pfarrhaus waren willkommene Möglichkeiten hierfür gegeben.

Deshalb lassen Sie mich ‚danke‘ der katholischen Kirchengemeinde sagen, dass sie unter anderem dazu bereit war und darüber hinaus für das offene vertrauensvolle Zusammenwirken. In Hoßkirch ist die Nähe von Kirche und Politik nicht nur räumlich gegeben. Darüber freue ich mich, und auch über den heutigen Besuch vom stellvertretenden Kirchengemeinderatsvorsitzenden Hans Halder, der den leider erkrankten Herrn Pfarrer Jesson soz. mitvertritt.

Und wie geht es nun weiter? Voraussichtlich am kommenden Mittwoch, 11. Januar werden sechs junge Menschen aus den afrikanischen Staaten Eritrea und Somalia nach hier her kommen. Alle haben bereits einen Anerkennungsbescheid und werden in Anschlussunterbringung im Pfarrhaus untergebracht. Jetzt fängt die tatsächliche Integrationsarbeit erst an. Es braucht eine umfangreiche und persönliche Kontaktaufnahme mit jedem einzelnen Flüchtling. Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für das Gelingen, die Bürgerschaft, ebenso wie die Flüchtlinge. Denn wenn es uns nicht gelingt, die Menschen zu integrieren, besteht die Gefahr einer Parallelgesellschaft, wie sie teilweise schon in Großstädten existiert – und das darf uns nicht passieren. Der Preis wäre hoch.

Ich habe Hochachtung vor allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich freiwillig und ohne Lohn für ihre Mitmenschen einsetzen. Das Ehrenamt – Ihr Ehrenamt, meine Damen und Herren – hat die Kraft, auch die kleinen Alltagswelten in unserer Gemeinde zu verändern. Insofern habe ich auch die Hoffnung, dass Sie die Flüchtlingsthematik und die Integration unserer neuen Mitbürger gemeinsam mit angehen. Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, Sie bilden das Rückgrat unserer zivilen Gesellschaft. Sie alle bilden durch Ihren Einsatz das soziale Antlitz unserer Gemeinde. Ich appelliere an Ihre Mitmenschlichkeit und Solidarität, und danke Ihnen allen dafür!

Für Fragen und Anregungen stehe ich Ihnen später am runden Tisch gerne zur Verfügung. Falls der Musikdirigent nachher fragt, ob die Neuankömmlinge musikalisch sind, darauf kann ich keine Antwort geben, wie es mit der Narretei aussieht, das werden wir schon bald bei der Fasnet sehen, ob sie Reiter sind, - einfach fragen, der nächste Blutritt kommt bestimmt, und wenn sich nachher der Sportvereinsvorstand erkundigt ob ‚die Neuen‘ Fußball spielen können: anscheinend können sie alle kicken und vielleicht schon bald dann schielt der SV H wieder in Richtung Kreisliga A.

Meine Damen und meine Herren,

das soeben erwähnte Pfarrhaus ist die Brücke in unser Rathaus: Das Bürgermeisteramt, Ihr Bürgermeisteramt präsentiert sich als moderne Dienstleistungseinrichtung. Das Angebot „Rathaus online“ – im Fachjargon E-Government genannt – ist weiter ausgebaut. Dabei geht es darum, den Bürgerinnen und Bürgern den Umgang mit der kommunalen Verwaltung einfacher und zeitsparender zu gestalten. Und wie Sie sicher feststellen, auch wir in der Amtsstube bemühen uns, Ihnen schnell und umgehend zu begegnen. Darüber hinaus mögen und wünschen wir auch den persönlichen Kontakt: Das Bürgerbüro hat freundliche Öffnungszeiten und unsere „Kundinnen und Kunden“ sind niemanden Last, im Gegenteil: Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, sind immer ein gern gesehener und willkommener „Gast“. Engagierte Kräfte in Verwaltung und sonstigen Servicediensten stehen Ihnen bei, und ich weiß mich den guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu schätzen – und dafür gibt es von hier ein herzliches danke an die Kolleginnen.

In 2016 wurde viel geschafft und umgesetzt, und einiges steht 2017 an. Dazu sind viele Maßnahmen bereits vom Rat beschlossen und zu einigen Punkten wird es sicherlich noch lebhafte, durchaus auch emotionale, aber gewiss doch sachdienliche Diskussionen geben. Wir im Gemeinderat sind nicht immer derselben Meinung, es gibt dabei - wie in der Bürgerschaft auch - zu diesen und jenen Themen unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen. Aber das ist das Salz in der Suppe der Demokratie. Wir dürfen die Suppe allerdings nicht versalzen, sonst schmeckt sie niemandem mehr. Und speziell auf die vielen Vorhaben, die fürwahr keine leichten Aufgaben sind, möchte ich Sie alle, verehrte Anwesenden, meine Damen und Herren, ermuntern mitzumachen.

Wir - der Rat, die Verwaltung und ich - brauchen Ihre Ideen, Ihre Lösungsvorschläge und Ihre konstruktive vor allem offene und nicht hintenherum schwätzende Kritik. Denn wir haben einen sehr ambitionierten Spielplan. Die wichtigsten Herausforderungen des/der nächsten Jahre/s habe ich erwähnt. Wir wollen einen Spielplan erstellen, der allen Interessen und allen Bedürfnissen gerecht wird. Aber jede Bühne hat auch nur begrenzte Kapazitäten. Nicht alles geht und nicht alles geht gleichzeitig. Es braucht finanzielle Mittel und es braucht – und da mache ich mir weit weniger Sorgen – Leute, die aktiv mitmachen und ihre Erfahrung einbringen. Beim Theater würde man sagen: Regisseure, Inspizienten, Bühnenmeister, Beleuchter, Kostümbildner und viele mehr.

In diesem Sinne auch Ihnen allen: auf eine gute Zusammenarbeit.

Und speziell „meinem“ Gemeinderat: vielen Dank für die engagierte Mitarbeit, vielen Dank Robert Germann, Anton Michelberger, Gaby Frosdorfer, Richard Wetzel, August Renn, Karl Munz, Peter Sigmund, Thomas Müller – und auf eine gute Zukunft für „unsere“ Gemeinde.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich Ihre positive Einstellung und Haltung über das Übliche hinaus. Der Gemeinderat bringt sich beispielhaft – und im Ehrenamt – ein, so auch bei Begutachtungen, Beschaffungen, Umbauten, beim Pfarrhaus einrichten, ja, auch bei den Auf- und Abbauarbeiten anlässlich der heutigen Versammlung.

Wir tun was wir können, und können was wir tun. Und mit diesen Worten beende ich nun meine Ansprache; ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen und uns allen einen guten Start und ein erfolgreiches neues Jahr.

Vielen Dank.

Ihr Roland Haug, Bürgermeister

 
 
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